Wasserschutzpolizeirevier zog Bilanz für 2007

Wasserschutzpolizeirevier zog Bilanz für 2007
Tod im Panzer war schwerster Gewässerunfall

Auf den Flüssen und Kanälen Sachsen-Anhalts ereigneten sich im vergangenen Jahr 41 Unfälle. Das waren sechs weniger als 2006. Die Wasserschutzpolizei nahm zudem 19 Sportboot- und zehn Arbeitsunfälle auf.

Das dramatischste Ereignis fand am 8. Oktober 2007 statt. Ein Bundeswehrpanzer war bei einer Übersetzübung in die Elbe gestürzt. Tagelang war nach dem Fahrer gesucht worden. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Die Zahl der Straftaten im Bereich des Wasserschutzpolizeireviers Sachsen-Anhalt ist von 682 auf 652 gesunken. Sechs von zehn Straftaten wurden aufgeklärt.

Wie Dietmar Bloch von der Wasserschutzpolizei mitteilte, lag der größte Anteil der Straftaten im Bereich der Umweltdelikte (267), davon wurden 170 Fälle von sogenannter Fischwilderei (Angeln ohne Angelschein) und Gewässerverunreinigungen (35) registriert.
“2007 mussten wir mehr Diebstähle bearbeiten. Die Anzahl stieg von 188 auf 196. Die Zahl der Bootsführer, die betrunken unterwegs waren, blieb mit acht Fällen gleich. Ebenso die Fälle von Gefährdung des Schiffverkehrs mit sieben Straftaten.”

Besonders gefährlich sei die Trunkenheitsfahrt eines polnischen Schiffsführers gewesen, der am 4. September 2007 mit einem Blutalkoholwert von 3, 23 Promille die Kanalbrücke am Wasserstraßenkreuz Magdeburg passierte. Dabei kollidierte er sowohl vor als auch hinter der Brücke mit ankernden Schiffen und rammte die Uferbefestigung.
Die Anzahl der Ordnungswidrigkeiten gingen von 1145 auf 959 zurück. 2007 wurden 1744 Verwarngelder ausgesprochen. 2006 waren es 2245.

Quelle: Volksstimme.de 2008

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