Bundesratsinitiative zur Angleichung der Renten
Bundesratsinitiative zur Angleichung der Renten:
dbb begrüßt Initiative der Ostländer
„Endlich kommt wieder Bewegung in die Bemühungen um die Angleichung der Ost-Renten an das Westniveau. Es gibt dringenden Handlungsbedarf für die Angleichung der Rentenwerte in einem Stufenplan. Nach 18 Jahre muss der Unterschied bei den Altersbezügen in Ost und West ein Ende haben“, sagte dbb Landeschef Maik Wagner nach Bekannt werden der Bundesratsinitiative der Ost-Länder zur Rentenangleichung.
Die Rentenwerte klaffen nach 18 Jahren deutscher Einheit immer noch um 12 Prozent auseinander. Während in Ostdeutschland der Rentenwert von 23,34 Euro gelte, betrage er in den alten Bundesländern 26,56 Euro. Werde die Differenz auf ein Jahr Rentenbezug hochgerechnet, mache das bei einem Eckrentner ‚Ost’ einen Verlust von 1.738,80 Euro - Geld das nicht zur Verfügung steht für Gesundheit und Pflege, Kultur und Bildung, für Kinder und Enkel, aber auch für Konsum.
Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sich die Angleichung der Einkommensverhältnisse wesentlich langsamer vollzieht als zu Beginn des Einigungsprozesses angenommen, müsse die Angleichung der aktuellen Rentenwerte durch gezielte Maßnahmen unabhängig von der Entwicklung der Löhne und Gehälter herbeigeführt werden. Deshalb fordern dbb und Seniorenverband BRH schon seit langem einen steuerfinanzierten Angleichungszuschlag. Dieses Modell sei sozialpolitisch vertretbar, weil es nicht zu Beitragssteigerungen in der Rentenversicherung führe, so Wagner.
„Im Übrigen geht es um Menschen, die im fortgeschrittenen Alter sind und gern noch erleben möchten, dass in Sachsen-Anhalt die gleichen Renten gezahlt werden, wie in Niedersachsen.“
Quelle: Internet