Ende des Flüssigkeits-Verbots in Sicht
Flugpassagiere können auf eine Aufhebung der Beschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck hoffen. Die EU-Kommission will die Mengenbegrenzungen bis April 2010 abschaffen.
Derzeit gelten (noch) strenge Regeln beim Handgepäck
Kommissionssprecher Jens Mester bestätigte am Montag einen entsprechenden Medienbericht. Die Pläne stünden allerdings unter dem Vorbehalt, dass bis dahin Kontrollgeräte zur Unterscheidung zwischen Flüssigsprengstoff und ungefährlichen Substanzen wie Parfum oder Zahnpasta einsatzbereit seien, sagte Mester.
Nach Angaben von Kommissionsexperten wird eine solche Technik derzeit entwickelt und in den USA, Frankreich und Großbritannien bereits im Labor getestet. Der Einsatz an Flughäfen sei bislang aber noch nicht erprobt worden. Mester erklärte, die Kommission sei „zuversichtlich, dass bis 2010 ein Einsatz solcher Geräte an Flughäfen möglich ist“. Auch die EU-Regierungen hätten sich im zuständigen Sicherheitsausschuss mit großer Mehrheit für eine Abschaffung der derzeit gültigen Einschränkungen ausgesprochen. Der Vertreter der Bundesregierung äußerte Bedenken, wurde aber überstimmt.
Die Einschränkungen für die Mitnahme von Getränken, Cremes und anderen Flüssigkeiten im Handgepäck wurden im November 2006 eingeführt. Seither dürfen im Handgepäck nur noch Flüssigkeiten in Behältern mit einem Volumen von maximal 100 Millilitern mitgenommen werden, die in einen Plastikbeutel mit einem Volumen von einem Liter passen. Die EU reagierte mit diesen Bestimmungen auf Erkenntnisse der britischen Sicherheitsbehörden, wonach Terrorverdächtige im Sommer 2006 Anschläge mit Flüssigsprengstoff auf Transatlantikflüge planten.
Quelle: Internet